Madame d'Ora, Arthur Benda, Atelier d'Ora | Die Sängerin Zerline Balten

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Die Sängerin Zerline Balten

  • Nachlass Madame d’Ora, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
  • Nachlass Madame d’Ora, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Objektbezeichnung:
Inventarnummer:
P1976.320.9
Staatliche Landesbildstelle Hamburg, Sammlung zur Geschichte der Photographie

Herstellung:
Atelier d'Ora (Hersteller/in (Firma/Fabrikant/Manufaktur))
Arthur Benda (1885–1969, Fotograf/in) GND
Madame d'Ora (1881–1963, Fotograf/in) GND
1916, Wien (Stadt)

Material:
getontes Silbergelatinepapier (hinter Passepartout montiert)
Maße:
Bildmaß (lichtes Maß): Höhe: 24,7 cm; Breite: 22,4 cm
Karton: Höhe: 49,5 cm; Breite: 38,4 cm
Signatur/Marke:
signiert: recto: einbelichtet: d'Ora / BENDA / WIEN", "Zerline Balten"
signiert, datiert und bezeichnet: recto auf dem Passepartoutkarton: in Blei: "Arthur Benda Wien / 1916"
bezeichnet und datiert: verso auf dem Passepartoutkarton: mit blauem Farbstift: "Bild No. 9"; mit Kugelschreiber: "Zerline Balten [zweifach unterstrichen] / Aufnahme 1916 / bei Tageslicht. / [wohl von fremder Hand: Modisches Privat-Portrait / der internationalen / Vortrags-Künstlerin und Sängerin"
Stempel: verso auf dem Passepartoutkarton: "Copyright by ARTHUR BENDA / WIEN"; "PHOTOS / d'Ora / ARTHUR / BENDA / WIEN", Inventarstempel der Staatlichen Landesbildstelle Hamburg


Das Atelier d’Ora besucht man, um künstlerische Bilder von sich selbst in Empfang zu nehmen. Bis Ende der 1910er Jahre sind es das gehobene Wiener Bürgertum, die Wiener Künstlerbohème sowie Schauspieler und Schauspielerinnen, die das Fotostudio besuchen. Der stilistische Einfluss der „Kunstfotografie“, die malerische Bildnisse schaffen wollte, wird insbesondere im Frauenporträt, in der Verwendung von Weichzeichner und in der Requisite deutlich. Den Damen empfiehlt d’Ora in einer Werbeschrift, es sei „unerläßlich“, „weiche Stoffe, Pelze, Müffe, Abendmäntel, Shawls, Hüte etc. zur Aufnahme mitzubringen“, aus welchen sie dann, der Individualität des Porträtierten entsprechend, künstlerische Porträts schaffe. Dieser Inszenierung stehen die klaren Bildkompositionen, der als Halbporträts gefassten Persönlichkeiten der Wiener Moderne des fin de siècle gegenüber, mit der sie den Schriftsteller Arthur Schnitzler, den Spötter und Kulturkritiker Karl Kraus und die Modeschöpferin Emilie Flöge sowie deren Lebensgefährten, den Maler Gustav Klimt, aufnimmt. (Esther Ruelfs)

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