Unbekannt, Madame d'Ora | Die Revuetänzerin Josephine Baker

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Die Revuetänzerin Josephine Baker

  • Nachlass Madame d’Ora, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
  • Nachlass Madame d’Ora, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Objektbezeichnung:
Inventarnummer:
P1991.3054.1

Herstellung:
Madame d'Ora (1881–1963, Fotograf/in) GND
1928
Veröffentlichung:
Unbekannt (Verleger/in / Verlag)
1928–1940

Material:
Silbergelatinepapier (auf Karton montiert)
Maße:
Bildmaß: Höhe: 10 cm; Breite: 8,1 cm
Blattmaß: Höhe: 13,3 cm; Breite: 8,3 cm
Karton: Höhe: 40 cm; Breite: 29,8 cm
Signatur/Marke:
signiert und bezeichnet: recto: einbelichtet: "d'Ora", "d'Ora / PARIS"
Trockenstempel: recto: "MAGASIN [...] / [...]STRASSE / WIEN"
Stempel: verso: typografisch bedruckt: "POST CARD", Inventarstempel des MKG


Die moderne Zeitschriftenkultur entwickelt sich international in Europa ab den 1910er Jahren und erreicht in den 1920er Jahren mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Zeitschriften für ein meist weibliches Publikum einen ersten Höhepunkt. Mit der Entwicklung dieses Mediums entsteht für Madame d’Ora ein neuer Markt. Sie liefert Porträt- und Modeaufnahmen für die Lifestyle-Zeitschriften, die innerhalb weniger Jahre in großer Zahl für unterschiedliche Interessen- und Einkommensgruppen entstehen und über Mode, Wohnen, Tanz, Bühne und Prominente berichten. D‘Oras Fotos entstehen also nicht mehr nur im Auftrag der Porträtierten, sondern insbesondere in der Zwischenkriegszeit zum größten Teil für den Zeitschriftenkontext. Sie werden ab 1914 international über Bildagenturen wie Schostal und Ullsteinbild vertrieben. Interessanterweise lieferte d’Ora jedoch nicht nur die Bilder, sondern verfasste auch eine Vielzahl von kurzen, essayistischen Texten, häufig mit ironischem Unterton. Berichte über die Entwicklungen der neusten Mode überließ sie anderen, stattdessen reichten ihre Themen von persönlichen Erinnerungen an Fotositzungen über eine Homestory von Josephine Baker bis zu Glossen über die „unheimliche rastlose Rotationsmaschine der Mode“ und deren Schönheitsidealen. Meist sind es Texte, in denen sie dem deutschen und österreichischen Publikum aus der Perspektive der Ich-Erzählerin berichtet und ihnen damit eine bewusst persönliche Note verleiht. Damit zeugen die Texte auch von der Prominenz der Fotografin, die nicht mehr anonyme Bildlieferantin für massenhaft reproduzierte Fotografien ist, sondern selbst zu einer Persönlichkeit aufsteigt. (Esther Ruelfs)

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