Arthur Benda, Madame d'Ora, Atelier d'Ora | Die Kunstgewerblerin Lotte Pritzel mit einer ihrer Puppen

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Die Kunstgewerblerin Lotte Pritzel mit einer ihrer Puppen

Nachlass Madame d’Ora, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Objektbezeichnung:
Inventarnummer:
P1976.857.521
Staatliche Landesbildstelle Hamburg, Sammlung zur Geschichte der Photographie

Herstellung:
Atelier d'Ora (Hersteller/in (Firma/Fabrikant/Manufaktur))
Madame d'Ora (1881–1963, Fotograf/in) GND
Arthur Benda (1885–1969, Fotograf/in) GND
1923

Material:
Silbergelatinepapier (auf Karton kaschiert)
Maße:
Bildmaß: Höhe: 15,3 cm; Breite: 21,4 cm
Passepartout (außen): Höhe: 50 cm; Breite: 35 cm
Signatur/Marke:
Stempel: recto: "Rohdruck"
Stempel: verso auf dem Karton: "Sammlung Willem Grütter", Stempel der Staatlichen Landesbildstelle Hamburg

Sachgruppe:
Darstellung:
Künstler (Kunstgewerblerin, Puppenkünstlerin, Kostümbildnerin), Frau, Mode, Kleidung, Kopfbild, Puppe (Pritzelpuppe), Porträt, Puppenspiel, Marionettentheater, Kunsthandwerk, Kunstgewerbe, Industriedesign, Kunsthandwerker (Kunsthandwerkerin)
Lotte Pritzel GND (dargestellte Person)

Die neu entstehenden Illustrierten bieten d'Ora ab Mitte der 1910er Jahre ein neues Erwerbsfeld. Dort erscheinen zunächst vor allem Porträts von Damen der höheren Gesellschaft und Schauspielerinnen: die Krönungsbilder etwa in der Wiener Zeitschrift Kunst und Salon, die Berliner Lifestyle-Zeitschrift Die Dame zeigt „Wiener Schönheiten“ in einer Gesellschaftskolumne. In den folgenden Jahren ändert sich das Frauenbild rasant und Schauspielerinnen wie die Dolly-Sisters, Spinelly, die Sängerin Damia oder Künstlerinnen wie Tamara de Lempicka stehen für das Bild der „neuen“ Frau, das in den Zeitschriften der Weimarer Republik weite Verbreitung findet. Mit Kurzhaarschnitt und seidenbestrumpft verkörpern sie diesen neuen Frauentypus und funkeln „wie der Diamantglanz eines Revuebildes oder die Lichtreklamen der Boulevards.“ Die Aufnahmen sind selten Modefotografien mit Nennung des Modeschöpfers und zur Präsentation seiner Kollektion, dennoch dienen die Stars aus Theater, Revue und Film in den Zeitschriften der modischen Orientierung. D'Oras erste dezidierte Modefotografien entstehen 1909 im Auftrag der Wiener Werkstätte und für das Modehaus Zwieback. Ab 1925 zählt die Modefotografie zum Hauptgeschäft ihres Arbeitsalltags, da sie für das französische Publikationsorgan der Modeindustrie L’Officiel de la Couture zahlreiche Aufnahmen von Lanvin, Edward Molyneux, Louis Bourbon, Lucile Pasay oder Madame Agnès erstellt. Die Arbeiten kann sie auch auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt unterbringen, denn in Sachen Mode ist Frankreich noch immer stilprägend. (Esther Ruelfs)

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